Grüne kritisieren Haltungsbedingungen in der Schweinemast

Die Haltungsbedingungen in der konventionellen Schweinemast werden nach Auffassung der Grünen im Kreisverband Rhein-Lahn dem Tierwohl nicht gerecht. Dies gelte auch für derzeit neu geplante Schweineställe in der Verbandsgemeinde Diez. Nach intensiven Gesprächen mit Gegnern der neuen Schweineställe als auch mit dem planenden Landwirt sehen die Grünen die Problematik in der gültigen Gesetzeslage. "Der einzelne Bauer muss und wird sich an Gesetze halten und gleichzeitig unter Marktbedingungen seine Betriebsabläufe optimieren. Der Vorwurf nicht artgerechter Haltung muss also an den Gesetzgeber gerichtet werden, der die Haltungsregeln aufstellt, nicht an den einzelnen Landwirt," ist Paul Stegemann, Sprecher des Grünen Ortsverbandes Diez-Hahnstätten überzeugt.Wir sind dem planenden Landwirt dankbar für seine Transparenz und Offenheit das gewünschte Gespräch über seine Investitionspläne mit uns zu führen, so Stegemann nach einem rund dreistündigen Informationsgespräch mit dem Landwirt, dessen Planer, Gegnern der Anlage und Vertretern von Naturschutzverbänden zu dem die Grünen nach Niederneisen geladen hatten.

Foto: Sau gefolgt von 14 Ferkeln auf FreiflächeDie Haltungsbedingungen in der konventionellen Schweinemast werden nach Auffassung der Grünen im Kreisverband Rhein-Lahn dem Tierwohl nicht gerecht. Dies gelte auch für derzeit neu geplante Schweineställe in der Verbandsgemeinde Diez. Nach intensiven Gesprächen mit Gegnern der neuen Schweineställe als auch mit dem planenden Landwirt sehen die Grünen die Problematik in der gültigen Gesetzeslage. "Der einzelne Bauer muss und wird sich an Gesetze halten und gleichzeitig unter Marktbedingungen seine Betriebsabläufe optimieren. Der Vorwurf nicht artgerechter Haltung muss also an den Gesetzgeber gerichtet werden, der die Haltungsregeln aufstellt, nicht an den einzelnen Landwirt," ist Paul Stegemann, Sprecher des Grünen Ortsverbandes Diez-Hahnstätten überzeugt.Wir sind dem planenden Landwirt dankbar für seine Transparenz und Offenheit das gewünschte Gespräch über seine Investitionspläne mit uns zu führen, so Stegemann nach einem rund dreistündigen Informationsgespräch mit dem Landwirt, dessen Planer, Gegnern der Anlage und Vertretern von Naturschutzverbänden zu dem die Grünen nach Niederneisen geladen hatten.

„Es gibt in der derzeitigen Planung gute Ansätze eine regionale Kreislaufwirtschaft über Futter, Tier und Gülle, die als Düngung verwendet wird, zu etablieren. Dies ist auf Eigeninitiative des Landwirts zurückzuführen und ein lobenswerter Ansatz“, so Stegemann weiter. Auch der Verbraucher könne durch bewussteren Fleischeinkauf zu einem verbessertem Tierwohl beitragen. Allerdings fehlten derzeit einfache Kennzeichnungen wie etwa bei Hühnereiern. Eine solche Kennzeichnung wird von den Grünen auch für Schweinefleisch gefordert.

Die Grünen kritisieren bei der geplanten Anlage den fehlenden Auslauf für die Tiere. "Ein Schwein will auch einmal die Sonne sehen und unterschiedliche Temperaturen und Witterungsbedingungen erfahren. Zudem könne der natürliche Wühltrieb der Tiere auf den geplanten Spaltenböden nicht ausreichend nachgegangen werden," erklärte Carsten Jansing, Mitglied im Grünen Ortsvorstand und Kreisgeschäftsführer der Partei. Des Weiteren sei das geplante Kupieren der Schweineschwänze und die Bearbeitung der Zähne der Ferkel aus Tierwohlsicht zu kritisieren. Auch die pro Tier zur Verfügung stehende Fläche sei mit weniger als einem Quadratmeter je Tier nicht ausreichend, um von einer annähernd tiergerechten Haltung zu sprechen.

„Die zunehmende Konzentration und Industrialisierung der Landwirtschaft ist auch im Rhein-Lahn-Kreis zu spüren. Dies wird in Zukunft verstärkte Probleme für Mensch und Natur aufwerfen“, erklärte Denise Burkholz aus dem Kreisvorstand der Grünen. Schon heute gingen auch aufgrund des starken Pestizideinsatzes in der Landwirtschaft die Artenvielfalt zurück. Auch die Menge an Insekten nehme deutlich ab. Die Güllethematik verschärfe sich immer mehr. Da die Tierhaltungszahlen in Norddeutschland oder in Dänemark und den Niederlanden jedes Maß verloren hätten, müsse die Gülle immer weiter verbracht werden. Inzwischen seien auch im Rhein-Lahn-Kreis erste Fälle von Gülle-Tourismus zu beobachten. Gülle aus den Niederlanden oder Norddeutschland werde auf hiesige Felder ausgebracht. „Die Nitratbelastung im Grundwasser kann dadurch steigen und zu höheren Kosten bei der Wassergewinnung führen,“ warnte Burkholz. Es brauche bundesweit bessere Regeln in der Tierhaltung aber auch zum Schutz von Umwelt und der darin lebenden Menschen. „Die Grünen setzten sich daher im Deutschen Bundestag für bundesweit bessere Haltungsbedingungen in der Schweinemast ein“, so Burkholz weiter.

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